Kamerafahrten wie im Kino: Moves mit Schwebestativ & Gimbal

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Gimbal

Es gibt heute zahlreiche Kameras, in deren Body ein ganz hervorragendes Stabilisierungssystem verbaut ist. Doch für besonders smoothe Bewegungen kann / sollte zudem ein Schwebestativ oder elektronisches Gimbal genutzt werden …

Vorreiter für eine 5 achsige In-Body-Stabilisierung war sicherlich Olympus, wobei in der OM-D E-M 5 Mark 2 ein bis heute wegweisendes System verbaut wurde. Ein Stabilisierung, die sogar aus einem fahrenden Bus heraus oder bei Filmern, die gleichzeitig rennen oder skaten, für durchaus brauchbare (sprich: wackelfreie) Ergebnisse sorgt.

Wird die In-Body-Stabilisierung bald zum Standard?

Später zogen dann andere Marken wie Panasonic (GH-5), Sony (6500, A 7 Mark 2) oder Fuji mit seiner X-H 1 nach. Dennoch empfehlen sich zusätzliche Stabilisierungshilfen, damit Kamerafahrten nicht allzu wacklig und wild wirken.

Hierbei kann prinzipiell, neben einer nachträglichen Stabilisierung beim Schnitt, zwischen zwei Methoden gewählt werden: Eine so genannte Steadicam (= Schwebestativ) arbeitet mechanisch und wurde in den 1970 er Jahren erstmals eingesetzt. Beim Gimbal (auch kardanische Aufhängung genannt) arbeiten dagegen Motoren, die die Kamera stets in einer perfekten Position halten.

Gimbal in action

Tipps zum wackelfreien Filmen:

Dennoch sollte man(n), respektive Frau, sich auch hier beim Ausrichten Zeit nehmen. Denn je besser die Kamera samt Optik austariert wurde, desto weniger müssen die Motoren leisten. So lässt sich der Verschleiß in Grenzen halten und damit die Lebensdauer des Gimbals verlängern.

Beim Schwebestativ, das mit Gegengewichten arbeitet, muss dagegen besonders sorgfältig ausbalanciert werden. Ein Vorgang, der, einmal beherrscht, in wenigen Minuten geschafft ist.

Wird dann gefilmt, sollte die Kamera möglichst wenig berührt werden. Denn selbst ein Nachjustieren des Fokus führt zu Störungen, die die Kamera aus dem mühsam erarbeiteten Gleichgewicht bringen und letztendlich zu Wacklern im Bild führen. Insofern wird ein guter Autofokus (hängt oft auch vom verwendeten Objektiv ab) durchaus Sinn machen.

Auf die Optik kommt es an!

Zudem lassen sich Weitwinkelobjektive weitaus besser ausbalancieren, als das bei „Tele-Kanonen“ der Fall ist. Natürlich hilft auch eine gewisse Übung, da der Umgang, zumal mit einer Steadicam, nicht im Verlauf eines einzigen Tages beherrscht wird.

Gimbal in action

Der Träger des Gimbals lernt mit:

Da selbst hervorragende Stabilisierungssysteme mit starken Rucklern ihre liebe Not haben, sollten wir zudem den Untergrund im Blick haben. Will meinen: Nicht gleich auf einem holprigen Bergfahrt mit seiner ersten Kamerafahrt loslegen. Denn die wird auf Asphalt wesentlich leichter gelingen als das auf Waldwegen und Wiesen der Fall ist.

Ist erst einmal die passende Location gefunden, gilt es, das Gimbal möglichst auf einer Höhe zu halten und gleichmäßig und sanft zu laufen, wobei der Filmemacher in spe ein wenig in die Knie geht!

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