Der ultimative Kameratest von gearo.de – Part III von IV: Blackmagic Design Ursa Pro 4.6

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Die Blackmagic Design Ursa Pro 4.6 – ein kleiner Favorit in der Filmindustrie

Klein aber fein

Gleich zu Beginn ist uns schon aufgefallen, dass das Gewicht der Blackmagic Design Ursa Pro 4.6 sehr gering ist und wir sagen können, dass die Kamera zu einer der leichtesten Cinemakameras zählt. Stundenlangen Filmen steht somit nichts mehr im Wege. Die Ursa wartet mit einem großzügigen, integrierten 10 Zoll Display auf. Auf der hinteren Seite des LCD Bildschirm befinden sich vier individuell programmierbare Tasten – so kann man beispielsweise eine Funktion so einstellen, dass sie zwischen 23,98 und 60 fps umschaltet (was unglaublich ist, weil man während einer Aufnahme in Slowmotion wechseln kann).
Der elektronische Sucher (EVF)  dieser Kamera macht uns große Freude. Er ist robust und fest am oberen Griff der Kamera angebracht.

Blackmagic Design Ursa Pro 4.6    Blackmagic Design Ursa Pro 4.6

Bemerkenswerte Merkmale bei der Technik

Mit einem 35mm Sensor – entspricht dem digitalen Vollformatsensor, wie er z.B. bei der Canon 5D Reihe zum Einsatz kommt – gibt sie uns einen großen Raum für Bildgestaltung. Ebenso ist die Farbwiedergabe mit 15 Blendenstufen beeindruckend.
Die Blackmagic Design Ursa Pro 4.6  bietet ISO 200, 400, 800 und 1600 Einstellungen. In Szenen mit einem großen Dynamikbereich scheint die Kamera bei ISO 400 am besten zu funktionieren, wobei in den schwächeren Schattenbereichen bei ISO 800 und 1600 etwas verstärktes Rauschen sichtbar wird.

 

Darüber hinaus waren wir sehr begeistert, dass man im 2K Modus 40 Minuten Videomaterial je 64GB-Karte aufzeichnen kann – einfach überragend. Sobald mit 4K- oder 4,6K-Material gearbeitet wird, werden auch die Dateien grösser. Bei einer Aufnahme in 4,6K sind bis zu 60 Bilder pro Sekunde möglich und im Crop Modus bei 2K bis zu 120fps.

Des Weiteren ermöglicht die Ursa uns, je nach Bedarf, den Einsatz von fotografischen EF Bajonett Objektiven. Somit kann man auf die Palette der Canon DSLR-Objektive zurückgreifen. Während des Einsatzes der Blackmagic Design Ursa Pro 4.6 ist uns aufgefallen, wie bedienerfreundlich die Software ist. Durch den einzigartigen Head-up-Display ist es sehr einfach, häufig genutzte Funktionen, mit wenigen Handgriffen abzurufen.

Verschiedene Verbesserungen der Blackmagic Design Ursa Pro 4.6 zum Vorgängermodell Ursa Mini blieben von uns nicht unentdeckt. Von den verbesserten Audio-Verstärker bis hin zur reduzierten Startzeit und den ND-Filtern. Die ND-Filter der Ursa Pro sind auf 6 Stops “begrenzt”. Jedoch sind sie für jegliche Situation ausreichend – bei unserem Test haben diese auch bei direkter Sonneneinstrahlung perfekt funktioniert.


Wir glauben, dass Blackmagic das Feedback von mehreren User erhört und realisiert hat. Die Kamera hat neben dualen CFast-2.0-Rekordern auch noch duale SD-Kartenrekorder. Es ist deshalb nicht mehr zwingend notwendig die sehr teuren CFast-Karten zu kaufen, sondern es reichen auch schon die preiswerteren SD- und/oder UHS II-Karten. Wir sind mit dem Rolling Shutter der Kamera, im Vergleich zu früheren Blackmagic Kameras, sehr glücklich. Aber unsere Enttäuschung, dass die Kamera ohne Global Shutter geliefert wurde, können wir nicht ganz ablegen.

 

Unser Fazit

Was will man mehr? Die Blackmagic Design Ursa Pro 4.6K ist eine Filmkamera, welche die Filmindustrie revolutioniert. Sie ist absoluter Favorit im Bereich der Filmkameras bei gearo-Nutzern und es gibt sie im drehfertigen Paket ab 60€/Tag. Sie vereint nicht nur eine ausgezeichnete Software mit einer benutzerfreundlichen Handhabe, sondern sie ermöglicht uns auch großartige RAW-Bilder. Mit leistungsstarken Funktionen wie diesen und einem kostengünstigen Preis ist die Blackmagic Design Ursa Pro 4.6 immer eine gute Wahl für Filmemacher!

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