Die Top 4 besten Brennweiten für Hochzeitsfotografie

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Die Hochzeitssaison steht vor der Tür. Wie immer werden auch dieses Jahr lauter Paare vor den Altar schreiten und sich das Jawort geben. Glocken werden läuten, Freudentränen werden fließen und am Ende gibt es eine dicke fette Party. Wie ihr seht, lauter Emotionen an nur einem Tag. Für Hochzeitsfotografen ist es jedoch nicht immer einfach all diese Gefühle mit der Kamera einzufangen. Was ihren Job jedoch deutlich erleichtert, ist die Wahl der richtigen Brennweite zum richtigen Zeitpunkt. Natürlich differenzieren sich die einzelnen Objektive derselben Brennweite in ihrer Lichtstärke, aber das ist ein anderes Thema.

Wir haben für dich eine Top 4 der Brennweiten für Hochzeitsfotografie zusammengestellt, die du unbedingt dabei haben solltest, wenn du auf der nächsten Hochzeit fotografierst.

1. 35mm Szenenfänger

Die 35-mm-Festbrennweite eignet sich besonders gut für die Zeremonie, da es optimal ist, um ganze Räume zu erfassen. Vor Beginn der Hochzeit kannst du also die Location und eintreffende Gäste fotografieren. Gleichzeitig bringt es deine Hochzeitsfotos auf eine ganz andere Ebene, wenn du das Brautpaar bei ihrem Jawort fotografierst und dabei die Gäste lächelnd und mit Freudentränen in den Augen im Hintergrund sitzen. Das Gleiche gilt für den ersten Tanz auf der Party. Bringe auch hier das Brautpaar in den Vordergrund und zeige im Hintergrund die Gäste, die voller Emotionen zuschauen. Das Paar wird von deinen Fotos begeistert sein.

2. 50mm Allrounder

Die 50-mm-Festbrennweite gehört zu der Standardausrüstung eines jeden Fotografen und Filmemacher, da es unbeschreiblich vielseitig ist. Es eignet sich besonders, um offenherzige Momente kleiner Gruppen von Personen widerzuspiegeln. Beispielsweise, wie sie lachen, tanzen und gemeinsam den Abend genießen. Außerdem ist es sehr nützlich, um die Dekorationen, die Hochzeitstorte und das Hochzeitsessen zu fotografieren.

Während man also mit dem 35-mm-Objektiv eher Menschenmengen fotografiert, eignet sich das 50-mm-Objektiv besonders, um einzelne Personen oder Personengruppen in den Vordergrund zu stellen.

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3. 85mm Portraits

Das 85-mm-Objektiv ist das populärste Objektiv für Porträts. Mit dieser kleinen Telebrennweite kann man aus der Ferne arbeiten und dank der Lowlight-Fähigkeit in dunklen Räumen saubere Ergebnisse erzielen. 85mm sind praktisch das genaue Gegenteil von 35mm. Anstatt die Menschen im Hintergrund mit einzufangen, schafft es ein schönes Bokeh und porträtiert das Paar ganz alleine im Vordergrund. Ein kleiner Nachteil des Objektivs ist das Gewicht, aber mit ein bisschen Training wirst auch du es rumschleppen können.

4. 70-200mm Portrait-Allrounder

Erfahrene Hochzeitsfotografen werden dir sagen können, dass ein gutes 70-200-mm-Objektiv DAS Objektiv ist, auf das man niemals verzichten dürfte. Ein lichtstarkes 70-200-mm-Objektiv ist nur leider sehr teuer und das Kaufen lohnt sich nur, wenn du wirklich sehr häufig auf großen Hochzeiten fotografierst. Die Miete stellt da meist die bessere Option dar. Das Teleobjektiv hat den Vorteil, dass du ganz einfach im Hintergrund verschwinden kannst und unscheinbar für die Gäste wirst. Das führt nicht nur dazu, dass die Gäste viel lockerer auftreten, sondern du trotzdem schöne Nahaufnahmen schießen kannst. Die starke Teifenunschärfe sorgt für traumhafte Portraits.

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Und was sagst du zu unserer Auswahl? Welche Brennweite benutzt du am häufigsten bei deinen Hochzeitsshootings? Schreib uns doch in den Kommentaren 🙂

 

 

10 thoughts on “Die Top 4 besten Brennweiten für Hochzeitsfotografie

  1. Is ja nur für Vollformat. Mir fehlt hier auf jedenfall das sehr flexible Sigma Art 50-100 f/1.8 für Apsc und das Pendent Sigma Art 18-35 1.8 ebenfalls für Apsc.

    1. Michael Obermayer, was heißt denn da „nur“.
      Man kann, zumindest bei Canon, jedes Vollformat Objektiv auch an APS-C verwenden, umgekehrt sie es anders aus.

  2. Ich liebe die Leica Q mit ihrer 28mm Festbrennweite.
    Ansonsten das Fuji 16 mm und das 56 mm, entsprechend 24 bzw. 85 mm bei Vollformat.
    Wer will denn heute noch Fotografen auf seiner Hochzeit haben die Leute mit dem 70-200 abschießen.
    Die Zeiten wo sich ein Fotograf mit solch einer Potenzverlängerung wichtig vorkam sind zum Glück zumindest teilweise vorbei.

  3. Das „beste“ Objektiv ist sowieso immer das, das ich gerade drauf habe. 🙂 Aber wenn man schon so schlaue Kategorien wählt – zwischen 35 und 50mm ist kein riesiger Unterschied, da hätte ich dann schon eher ein UWW (Ultraweitwinkel) wie das 14mm 2.8. Samyang/Walimex oder ein 16-35er in die Top 4 aufgenommen. Und ein Tilt-Shift Objektiv würde eine halbwegs sinnvolle Top 5 komplettieren.

  4. das 70-200mm ist das schrecklichste Objektiv auf Erden. Es erschrickt jeden Hochzeitsgast und man wird sofort gefragt, was man damit jetzt will und leicht ist es sicherlich nicht. Bei den anderen Brennweiten gebe ich fast recht. 50mm ist eine klassische langweilige Brennweite, interessant ist z.b. 24mm 1.4 da kann man extrem ran gehen und man ist wirklich nah dran..

  5. 2 Kameras
    35 mm und 85 mm 😉 fertig.

    Abends für die Party kommt das 24-70 drauf, für richtig coole, variable Perspektiven. Fahre ich sehr gut mit!

  6. Ich bin seit einem Jahr mit dem Sigma Art 24mm F1.4 in Love und liebe dieses Objektiv in jeder Sekunde meiner Hochzeitsjobs. Das EF 24-105 F4 ist ganz okay, aber wird bald einem 85mm as der Sigma Art Familie weichen.

  7. Mit Olympus mFT: 12mm, 17mm, 25mm, 45mm und 60mm Macro, seltener das 75er, weil das schon große Räume braucht.
    Für Unwissende ;-): Um es mit Kleinbild zu vergleichen sind die Werte x2 zu rechnen.
    Zu meinen Zeiten als Canonist waren es 24mm, 35mm, 50mm, 85mm, 105 Macro bzw. 135mm. Im Prinzip also dasselbe.
    Ich kann also den Beitrag oben bestätigen, allerdings sind 35mm nicht weitwinklig, das ist eine weite Normalbrennweite. „Menschenmassen“ bekommt man damit ganz bestimmt nicht fotografiert. Aber ein Ganzkörperportrait des Paares aus weniger Abstand durchaus. Hilfreich auch beim Tanz.
    Für die Gruppenaufnahmen ist natürlich das 85er am besten, aber selten hat man soviel Platz 😉 Dafür habe ich das 12mm (24mm KB) bei, weil gerade in alten Rathäusern oder kleinen Kirchen doch wirklich nicht viel Raum ist. Outdoor bevorzuge ich aber ganz klar das 50er für die Gruppenaufnahmen.

  8. 5 Erfahrungen die ich gemacht habe und teilen möchte:

    1. Man kann eine ganze Hochzeit mit 35 fotografieren (und glückliche Kunden haben).
    2. Man kann eine ganze Hochzeit mit 35+85 fotografieren.
    3. Wenn man 3 Objektive zur Auswahl hat, dann gern noch ein 100er Makro für Details.
    4. Und bei 4 Objektiven würd ich auch das 70-200 für die Trauung nehmen. Die Einzelmeinung von der Potenzverlängerung ist wohl eine Eigenwahrnehmung und fördert dann entsprechende Kommentare. Oder wie soll man intime Momente an der Trauung festhalten ohne lange Brennweiten? Alternativ zum 70-200 wäre ein 135 oder 200er denkbar. Aber ich greife da immer zum 70-200 wegen Flexibilität.
    5. Die, die APS-C oder noch kleinere Kameraformate für Hochzeiten nutzen, haben wohl keine Ganztagesreportagen. (Ich geh jetzt schonmal in Deckung für das was jetzt passiert) 🙂

    Happy shooting

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