8 Fragen, die du jedem Brautpaar vor dem Hochzeitsshoot stellen solltest

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Was ist das Geheimnis eines guten Hochzeitsfotografen? Klar, eine große Rolle spielt mit Sicherheit sein fotografisches Talent und sein Equipment. Das alleine reicht aber leider nicht aus, um einem frisch verheirateten Pärchen den wohl schönsten Tag ihres Lebens auf Fotos widerzuspiegeln. Der Schlüssel zum Erfolg liegt wie immer in der Vorbereitung. Und wie bereitet man sich am besten vor? Richtig, mit einer Tasse Kaffee und einem kleinen Pläuschen zwischen dir und den Menschen, die beschlossen haben, sich durch die Eheschließung für immer und ewig aneinanderzubinden. Dass fast 40% der Ehen nach ca. 14 Jahren wieder geschieden werden, will ich an dieser Stelle nicht weiter ausführen. Es soll ja romantisch bleiben.  

Nein ernsthaft, das Vorgespräch mit dem Brautpaar gehört tatsächlich zu den wichtigsten Aspekten, um ein erfolgreiches Hochzeitsshooting durchzuführen. Ein paar Fragen können ausreichen, um an wichtige Informationen zu gelangen, die essenziell für die Wahl des richtigen Equipments sind und dir dabei helfen, die Kamera immer zur richtigen Zeit einsatzbereit zu halten. Im Folgenden haben wir dir 8 Fragen zusammengestellt, auf die du in deinem Vorgespräch nicht verzichten solltest.

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1. Frage: Wann und wo findet die Hochzeit statt?

Jaja ich weiß, eine ziemlich offensichtliche Standardfrage. Allerdings bildet diese Frage die Grundlage des Gespräches und gibt dir gleichzeitig mehr Informationen als zunächst vermutet. Erkundige dich, an welchem Datum die Hochzeit stattfindet und um wie viel Uhr sie beginnt. Die Antwort verrät dir nicht nur, wann dein Wecker klingeln sollte, sondern auch, welches Lichtequipment du benötigst. Aus den Anfangszeiten der Trauung und der darauf folgenden Feier kann man schließen, wie die Sonne zu diesen Tageszeiten stehen wird. Du kannst dich also optimal auf ein Shooting im Freien vorbereiten. Genauso wichtig ist die Frage, wo das Paar sich das Jawort geben wird und wo sich weitere Locations befinden. So kannst du nicht nur zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein, sondern auch deine Reisekosten vorab einkalkulieren. Wie du siehst: Eine Frage, vier Antworten.

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2. Möchte das Paar ein auf sie zugeschnittenes Angebot oder ein Pauschalangebot? Haben die beiden ein bestimmtes Budget eingeplant?

Natürlich hat jeder Hochzeitsfotograf seine eigene Art und Weise Angebote zu seinen Leistungen zu erstellen. Was aber vermutlich für jedes Brautpaar am übersichtlichsten ist, ist ein Angebot von verschiedenen Hochzeitspaketen, die verschiedene Leistungen beinhalten und mit verschiedenen Preisen starten. Zu diesen Preisen brauchen später nur noch Reisekosten, Kosten für ausgeliehenes Equipment und ggf. die Kosten für einen zweiten Fotografen addiert werden.

Nachdem du mit dem Paar über die Kosten deiner Leistungen gesprochen hast, kannst du im Anschluss direkt auf möglichen Zahlungsmethoden eingehen. Wollen sie einmalig zahlen oder doch eher auf Raten? Vergiss nicht, eine Ablauffrist der Zahlung festzulegen und über Gebühren zu informieren, falls diese Frist nicht eingehalten wird.

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3. Welche Leistungen sollen abgedeckt werden? 

Damit du dem Paar ein Angebot machen kannst, das zu ihnen passt, solltest du herausfinden, welche Vorstellungen sie selber von der Reportage ihrer Hochzeit haben. Wollen sie nur einen Fotografen für die Trauung und die Feier oder soll der ganze Tag dokumentiert werden? Soll die Braut schon am frühen Morgen bei ihren Vorbereitungen begleitet werden? Oder will der Bräutigam vor der Hochzeit ein paar letzte Fotos mit seinen Kumpels, die ihn als freien Mann zeigen? Vielleicht wollen Braut und Bräutigam auch gleichzeitig begleitet werden, während sie sich an verschiedenen Orten befinden. In diesen Fällen solltest du dringend einen zweiten Fotografen mitbringen, wenn du dich nicht zufällig in Zwei teilen kannst.

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4. Welche Stilrichtung wünscht sich das Paar?

Wenn dich ein Paar kontaktiert hat, war es mit hoher Wahrscheinlichkeit schon auf deinem Online-Portfolio (falls vorhanden), um sich Ausschnitte deiner bisherigen Arbeit anzusehen. Frag sicherheitshalber noch einmal nach und erkundige dich darüber, welche Fotos ihnen am besten gefallen haben. Es ist sehr empfehlenswert, den beiden eine komplette Hochzeitsreportage von dir zu zeigen, damit sie einen Eindruck bekommen, wie du arbeitest und was sie erwarten dürfen. Mit dieser Strategie kannst du zusätzlich in Erfahrung bringen, welchen Stil das Paar bevorzugt.

5. Sind besondere Momente außerhalb der Zeremonie geplant?

Für einen ganztägigen Shoot solltest du den Ablaufplan der Hochzeit bis ins kleinste Detail kennen, damit du dein Equipment dementsprechend vorbereiten kannst und es immer zum passenden Zeitpunkt einsatzfähig ist. Häufig lohnt sich auch ein zweites Kameraset mit einer anderen Brennweite oder zumindest ein sehr gutes Zoom-Objektiv mit dabei zu haben um auch für spontane Schüsse bestens vorbereitet zu sein.

Möchte sich das Brautpaar schon vor der Hochzeit fotografieren lassen? Wenn ja, draußen oder drinnen? Sind außergewöhnliche Aktionen für die Gäste geplant, wie Tänzer oder Bands? Wann ist der passende Zeitpunkt für Familienfotos? Lass dir von dem Paar zusätzlich die Telefonnummern der Trauzeugen geben, um herauszufinden, ob Aktionen geplant sind, von denen das Brautpaar nichts weiß.

Alles unter dem Motto: Kenne die Hochzeitsplanung besser als die Braut! An diesem Tag darf dich nichts, wirklich gar nichts überraschen.

6. Gibt es Gegenstände, die dem Brautpaar besonders wichtig sind?

Es lohnt sich immer am Tag der Hochzeit Dinge zu fotografieren, zu dem das Paar eine emotionale Beziehung hat. Dazu gehören zum Beispiel die Eheringe, der Schleier, der Brautstrauß oder das Hochzeitskleid. Trägt der Bräutigam die alten Manschettenknöpfe seines Vaters oder die Braut etwas Altes und Geliehenes? Gibt es eine bestimmte Tischdekoration? Quetsch das Paar ruhig aus, damit sie mit solchen Details herausrücken. Am Ende wird es sich lohnen!

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7. Hat das Paar bereits die Erlaubnis zum Fotografieren bei den Veranstaltern eingeholt?

Die meisten Brautpaare wissen nicht, dass in vielen Kirchen das Fotografieren grundsätzlich verboten ist. Deshalb ist es wichtig, dass das Paar im Vorgespräch mit dem Pastor oder dem Pfarrer das Thema Fotografie anspricht. Natürlich kannst du als Hochzeitsfotograf auch selber mit dem Kirchenvertreter reden und um eine Erlaubnis bitten. Findet die Trauung nicht in der Kirche statt, sollte auch an anderen Veranstaltungsorten einmal überprüft werden, ob das Fotografieren uneingeschränkt erlaubt ist.

8. Und welche Fragen haben die Braut und der Bräutigam an dich?

Nachdem du das Paar nun über sämtliche Dinge ausgefragt hast, solltest du es dir natürlich nicht nehmen lassen nachzuhaken, ob ihrerseits noch Fragen offengeblieben sind. Denk daran, dass es sehr wichtig ist, alle Fragen so ausführlich wie möglich zu beantworten, damit sie am Ende genau wissen, was sie von dir erwarten können.

 

Ich hoffe, mit diesen Fragen konnten wir euch ein paar Anregungen für euer nächstes Vorgespräch geben, damit ihr euch optimal auf das anstehende Shooting vorbereiten könnt. Falls ihr spontan noch Equipment für die nächste Hochzeit benötigt, schaut einfach mal bei gearo vorbei!

Erzählt doch mal, auf welche Fragen könnt ihr in euren Vorgesprächen nicht verzichten?

 

 

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